Musikalische Leckerbissen

— Konzertreihe alter Musik —

Le Rugiade

Programm von Iva Bittová inspiriert von Tau, Bluttropfen, Schweißperlen und rinnenden Tränen.

Dienstag 14. Juni 2016 19:00 — Versammlungssaal, Erzbischöfliches Schloss, Sněmovní náměstí 1, 767 01 Kroměříž (Kremsier), Tschechische Republik.

Karitatives Konzert: Der Reinerlös aus dem Konzert wird gespendet, um die historische Musikarchiv in Kremsier zu unterstützen.

Programm

Das Repertoire des Konzertes wird aus dieser Liste stammen. Die genaue Reihenfolge und Auswahl wird während des Konzertes bekanntgegeben.

Biagio Marini (1594 – 1663) Le Rugiade
Tarquinio Merula (1595 – 1665) Canzonetta spirituale
Vladimír Godár (*1956) Ecce puer   (aus dem Oratorium Mater)
Iva Bittová (*1958) & Richard Müller (*1961) Malíři v Paříži
Iva Bittová (*1958) Samota
Giovanni Felice Sances (1600 – 1679) Stabat Mater
John Dowland (1563 – 1626) Time stands still   (The Third Booke of Songs or Aires, II, 1603)
Anonym (ES) No hay más flandes
Henry Purcell (1659? – 1695) When I am laid (Dido’s lament)   (Dido and Aeneas, Z. 626)
Barbara Strozzi (1619 – 1677)
(Text: Pietro Dolfino)
Lamento: Lagrime mie   (Diporti di Euterpe, op. 7, 1659, p. 76)
Tarquinio Merula (1595 – 1665) Folle è ben che si crede
Thomas Augustine Arne (1710 – 1778) The Soldier, tir’d of war’s alarms   (Artaxerxes, 1729)
Agostino Steffani (1654 – 1724) Piu non v’ascondo
Anonym (IE) She’s like a swallow
John Lennon (1940 – 1980) Good night   (The Beatles, 1968)

Über das Programm

Das Lied Le Rugiade, Tautropfen, gibt das Programm seinen Namen. Tautropfen sind ein Symbol der Hoffnung, der Frische und der Jugend; es ist aber nicht weit davon zu Bluttropfen, Schweißperlen und fallenden Tränen. All dies ist nur allzu bekannt für eine Frau mit einem unsteten Leben, sei es ein junges Mädchen, die fröhliche Mutter eines Säuglings, oder die Mutter, die das Leiden ihres eigenen Sohnes erlebt.

Iva Bittová

Iva Bittová wurde in 1958 in Bruntál (Freudenthal) in Nordmähren geboren, damals in der Tschechoslowakei, heute in Tschechien. Sie besuchte die örtliche Musikschule und widmete sich der Violine und dem Ballett. Danach folgte das Studium in Musik und Schauspiel am Brünner Konservatorium, das sie mit einem Diplom beendete. Während ihres Studiums nahm Iva im Brünner Experimentaltheater Husa na provázku (Gans an der Schnur) Engagements als Schauspielerin und Musikerin an. Sie betrachtet diese Engagements als einige der prägendsten und einflussreichsten ihres Lebens. In dieser Zeit trat sie auch als Schauspielerin im Radio, Fernsehen und bei Filmproduktionen auf.

Nach 17 Jahre Leben auf dem Lande in der Nähe von Brünn entschied Iva sich, ihr persönliches und berufliches Leben in die Vereinigten Staaten zu verlagern. Im Sommer 2007 ließ sie sich inmitten der prächtigen Natur im Norden des Staates New York nieder.

Iva Bittová hat viele musikalische Genres besucht, von Alternativmusik bis zu Jazz, Rock und Klassik, darunter Oper (als W. A. Mozarts Donna Elvira). Sie sucht immer nach einem Namen für ihre musikalische Sprache, die für Viele komplett originell erscheint.

Die Geige wurde eine treibende Kraft und wichtige Richtlinie für ihren Lebensweg. Während der Arbeit im Theater setzte sie ihre Zusammenarbeit mit Professor Rudolf Šťastný, Primarius des Mährischen Quartetts, fort. Diese Privatstunden finden immer noch statt. Nach fast dreißig Jahren Musikkarriere fand sie viel neue Inspiration bei dem Studium an der Akademie für Alte Musik beim Musikwissenschaftlichen Institut der Masaryk-Universität in Brünn, die ihr im Jahr 2015 den Bachelor-Grad verlieh. Dank der theoretischen Kenntnisse und der praktischen Unterricht in Barockgesang und Barockvioline kann sie zu den Wurzeln des musikalischen Stils zurückkehren, zu dem Repertoire, das heute „Alte Musik“ genannt wird. In Zusammenarbeit mit Jan Čižmár konzipierte sie das Kammermusikprogramm Se cerca, se dice (Geige, Gesang, Theorbe, Laute, Cembalo) und das Programm mit Lautenbegleitung Le Rugiade.

Foto: Jan Čižmář

Jan Čižmář

Jan Čižmář ist ein vielseitiger Interpret mit Spezialgebiet historische Zupfinstrumente. Er tritt regelmäßig in Europa, Asien und den USA auf, u. a. mit dem Concertgebouw-Orchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Orchester des 18. Jahrhunderts, Rotterdams Philharmonisch Orkest und der Capella Cracoviensis, sowie unter Dirigenten wie Frans Brüggen, Christopher Hogwood, Giovanni Antonini, Yannick Nézet–Séguin und Christina Pluhar. Er gibt auch Solokonzerte mit Barock- und Renaissancemusik.

Nach dem Studienabschluss in Gitarre und Musikwissenschaften in seiner Geburtsstadt Brünn setzte er seine Studien beim Royal College of Music in London fort, wo er begann, die Laute bei Jakob Lindberg zu spielen. Danach studierte er in Den Haag am Koninklijk Conservatorium bei Nigel North, Joachim Held, Mike Fentross and Christina Pluhar.

Er gründete und war Herausgeber der tschechischen Zeitschrift Kytara (Die Gitarre) und schreibt regelmäßig für andere Musikzeitschriften. Er ist auch intensiv mit Verlags- und Forschungsaktivitäten im Bereich der Alten Musik beschäftigt.

Jan Čižmář unterrichtete Laute und verwandte Instrumente an der Karol-Szymanowski-Musikakademie in Katowice (Kattowitz, Polen); derzeit unterrichtet er an der Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brünn. Er gibt regelmäßig Kurse und Masterclasses in Europa und in Übersee.


Wir danken

Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des tschechischen Kultusministers, Mgr. Daniel Herman und findet in Zusammenarbeit mit den folgenden Partnern statt: Erzbischöfliches Schloss und Gärten Kremsier (NPÚ), Erzdiözesanmuseum Kremsier (MUO) und Czech National Trust o.p.s.

Der Medienpartner fürs Konzert ist Radio Classic Praha.

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