Musical Delicacies

— Early Music Concert Series —

Frisch auff – Music from Codex Jacobides

Previously unpublished music from Prague in the time of Rudolf II.

Thursday 22 October 2020 19:00 — Institute of Archaeology, Mikulčice 736, 696 19 Mikulčice-Trapíkov, Czech Republic.  (Wheelchair accessible)

Copperengraving.
Aegidius Sadeler (1570–1629), view of Prague (1606).
Stone alias “Charles” Bridge — Old Town Bridge Tower.

Programme

Michael Praetorius (1571 — 1621) Courante La Durette   (CJ fol. 7v–8r,  Terpsichore nr. 103)
Bransle simple de Novelle   (CJ fol. 5v–6r,  Terpsichore nr. 2:4)
Bransle gay   (CJ fol. 6v,  Terpsichore nr. 2:5)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Nun bin ich einmal frey   (CJ fol. 32v,  Lieder nr. 3)
Anonymus Courante   (CJ fol. 8v)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Jungfraw eure wanckelmut   (CJ fol. 32r,  Lieder nr. 26)
Panno wrtkawost twa
Anonymus Saltarella   (CJ fol. 20r)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Wer sehen will zween lebendige Brunnen   (CJ fol. 31r,  Lieder nr. 15)
Stephan Laurentius Jacobides Præambulum Stephani Laurentij Jacobidis   (CJ fol. 1r)
Jean Planson (ca. 1559 — after 1611) La Rousée de joly mois de may   (Airs fol. 38r,  CJ fol. 7v)
Anonymus Fantasia   (CJ fol. 26r)
Cœlestium   (CJ fol. 25v)
Jesu tu nobis influas   (CJ fol. 25r)
Entraj di Lag   (Entrée de Luth)   (CJ fol. 11r)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Ohn dich ich mus mich aller freüden maßen   (CJ fol. 30v,  Lieder nr. 1)
Bez tebe bywam wssi radosti zbawen
Anonymus Eradi Magio   (CJ fol. 8v–9r)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Ich hab vermeint, ich sey zum besten dran   (CJ fol. 31r,  Lieder nr. 13)
Anonymus Ich ging ein mal spatziren   (CJ fol. 3v)
Ennemond Gaultier (ca. 1575 - 1651) Sarabanda de Gaultier   (CJ fol. 12v)
John Dowland (1563 — 1626) My Lord Willoughby’s Welcome Home   (Folger fol. 9v,  Sampson fol. 11v)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Wer wirdet trösten mich wenn ich verleüre dich   (CJ fol. 31v,  Lieder nr. 16)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Es müht ir vil mein zugestanden glück   (CJ fol. 30v,  Lieder nr. 52)
Někoho obtězuge me sstěstj
Anonymus Frisch auff mein liebes Tochterlein   (CJ fol. 33v)
Jacob Regnart (1540 — 1599) Wann ich gedenck der Stund   (CJ fol. 32v,  Lechner nr. 3)
Jean Planson (ca. 1559 — after 1611) La Rousée de joly mois de may   (Airs fol. 38r,  CJ fol. 7v)

►►►  Song texts.

Sources used

CJ Codex Jacobides, Národní muzeum, České muzeum hudby, Prague, Manuscript XIII B 237.
Folger Folger Dowland, The Folger Shakespeare Library, Washington, D.C., Manuscript 1610.1.
Sampson Henry Sampson Lute Book, Manuscript, Private Library Robert Spencer, London.
Lieder Jacobus Regnardus, Teutsche Lieder mit dreyen stimmen, München (Adam Berg) 1583.
Lechner Leonardus Lechner, Neue Teutsche Lieder, Nürnberg (Katharina Gerlachin) 1586.
Airs Jehan Planson, Airs mis en musique (a quatre parties), Paris (Adrian le Roy & la vefue R. Ballard) 1593.
Terpsichore Michael Prætorius, Terpsichore, Musarum Aeoniarum Quinta, Wolfenbüttel (Fürstliche Druckerey) 1612.

About the project

The concert is part of the project “Codex Jacobides — previously unpublished music from Prague in the time of Rudolf II”.

Project: Codex Jacobides — previously unpublished music from Prague in the time of Rudolf II
Fr 14.08.2020
20:00
Concert
Frisch auff
St. John’s Church,
Nieblum, Föhr (DE)
Voluntary
admission
Sa 15.08.2020
19:00
Concert
Frisch auff
St. Lawrence Church,
Johann-Adolf-Str., Tönning (DE)
15 €
We 19.08.2020
19:00
Concert
Frisch auff
Kunín château,
Kunín 1 (CZ)
Voluntary
admission
We 21.10.2020
19:00
Concert
Frisch auff
Janáček Academy (JAMU)
Komenského nám. 6, Brno
Voluntary
admission
Th 22.10.2020
19:00
Concert
Frisch auff
Institute of Archaeology,
Mikulčice-Trapíkov 736 (CZ)
Voluntary
admission
Fr 23.10.2020
19:00
Gala concert
Codex Jacobides
Czech Museum of Music,
Karmelitská 2/4, Prague
Voluntary
admission

About the programme

Sorry, the following sections are only available in Czech and German.

Die Anfänge der europäischen Instrumentalmusik sind untrennbar mit der Laute verbunden. Später, besonders im 16. und 17. Jahr­hundert, war die Laute das beliebteste und meistverbreiteste Instrument beim Hausmusizieren in bürgerlichen und adeligen Kreisen. Auch in den böhmischen Ländern wird sie bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.

Das Fragment der Lautentabulatur CZ-Pnm XIII B 237 zählt zu den bedeutendsten böhmischen Denkmälern der Lautenliteratur aus der Zeit der Spätrenaissance. Es ist klar ersichtlich, dass der Schreiber bemüht war, das Manuskript in Teile zu gliedern, die sich jeweils auf das Repertoire eines bestimmten Typus konzentrierte. Es treten z. B. folgende Einheiten hervor: Präludien, Fantasien und Passamezzen, Arrangements von Regnarts Villanellen und von italienischen Vokalkompositionen, französische Tanzlieder, Intavolierungen lateinischer geistlicher Kompositionen, Courantes usw.

Über den Autor der einzigen böhmischen nicht-anonymen Lauten­komposition (Præambulum, Fol. 1r), Štěpán Vavřinec Jacobides, ist uns nichts Näheres bekannt. Er könnte vielleicht mit einem gewissen Štěpán Jacobides Záhořanský identisch sein, der unter den Schülern der zur Sankt-Heinrich-Kirche gehörigen Schule erwähnt wird und der 1622 zwei Prager Bürgern seine Verse widmete. Seine kompositorische Aktivität dürfte dann wohl in dieselbe Zeit fallen.

Gemälde.
Kaiser Rudolf II. (1552–1612),
böhmischer König 1575–1611.

Auch die Numerierungsart der intavolierten Villanellen Jacob Regnarts vermag einigen Aufschluss im Problem der Datierung bieten. Der erste, 1576 im Druck erchienene Teil dieser Villanellen enthielt nur zweiundzwanzig Stücke. In der Tabulatur ist jedoch bei dem Lied Jungfraw, ewre wanckelmut (Fol. 32r) die Zahl 27 angeführt. Diese entspricht der Einordnung des Stückes in der Gesamtausgabe (Teutsche Lieder mit dreyen Stimmen), die zum erstenmal im Jahre 1583, weiter dann in den Jahren 1584, 1587, 1593, 1611 publiziert wurde. Regnart hielt sich in seiner Eigenschaft als Kapellmeister des Kaisers Rudolf II. zweimal in Prag auf: vom Jahre 1579, da die Gesamt­ausgabe noch nicht existierte und von 1595 bis zu seinem Tod.

Handschrift.
Folio 32r: Chce mi se wdatiLib mich als ich dich
(zum Vergrößern aufs Bild klicken).

Die Tabulatur enthält eine wichtige, einzigartige Auf­zeichnung von Regnarts Komposition Chce mi se wdatiLib mich als ich dich (Fol. 32r), auf die Jiří Tichota bereits 1967 hingewiesen hat. Man kann davon ausgehen, dass andere Lieder, die in dieser Handschrift als Unikate erhalten sind, ebenfalls von diesem Autor stammen könnten. Diese Vermutung wird nicht nur durch musikalische Ähnlichkeiten untermauert, sondern auch durch die Platzierung in der Nähe anderer Regnart-Kompositionen. Für einige Lieder kann regelrecht Detektiv­forschung betrieben werden; zum Beispiel ist der tschechische Textanfang von Regnarts sonst völlig unbekannter Komposition Chce mi se wdati keine Übersetzung des deutschen Lib mich als ich dich, was die Existenz des tschechischen Textes beweist (Chce mi se wdati wurde von den Liedsammlern der tschechischen nationalen Wiedergeburt als „Volkslied“ aufgenommen!).

Einige Kompositionen des Fragments sind für die zehnchörige Laute bestimmt. Instrumente dieses Typs kamen erst nach 1600 häufiger zur Verwendung. Die Handschrift stammt aus den ersten zwei bis drei Dezennien des 17. Jahr­hunderts; die tschechischen Sentenzen und Titel beweisen übrigens, dass der Schreiber und der Benutzer der Sammlung Tschechen waren.

Vom Repertoire her dürfte die Handschrift aus dem studentischen Umfeld stammen. Unter den überlieferten Musikalien aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert sind studentische Lautenbücher eine eigenständige Kategorie; drei der vier weiteren Sammlungen deutscher Tabulaturen, die in Tschechien überliefert sind, gehören vermutlich dieser Kategorie an.

Eine vorrangige Stelle bleibt stets den zeitgenössischen Tänzen reserviert, deren farbreiche Skala übrigens von den regen kulturellen Kontakten Prags zeugt, wie auch von der bedeutenden Stellung, die diese Stadt damals im Zentrum Europas einnahm. Die Sammlung enthält allgemein verbreitete italienische, französische, spanische und englische Tänze, sowie als Tanzmusik bearbeitete deutsche und französische Lieder, aber auch zahlreiche Polonica und Hungaresken. Dass diese in der Sammlung figurieren, beweist, welche Aufmerksamkeit diesem Erdstrich geschenkt wurde, auf dem der Existenzkampf mit der türkischen Expansion entschieden wurde.

Großer Beliebtheit erfreuten sich ferner auch Intavolationen von vokalen Vorlagen für die Laute. In dieser Handschrift handelt es sich vor allem um die obenerwähnten Arrangements von Regnarts Villanellen, um Beispiele der italienischen Madrigalproduktion (Jacquet de Berchem, Philippe Verdelot), um Bearbeitungen französischer und deutscher Lieder und um die Transkription eines dreistimmigen Satzes zu einem lateinischen geistlischen Text (Jesu tu nobis influas – Cœlestium), wo der transkribierende Laie sein fehlendes Verständnis der Mensural­notation und Unkenntnis der Prinzipien der Musica Ficta zur Schau stellt. Ein Werk für zwei Lauten ist auch dabei.

Das Fragment ist die einzige Tabulatur böhmischer Herkunft für die Renaissance-Laute, in der auch das Interesse für ernste, künstlerische Produktion dokumentiert wird. Außer Jacobides’ Præambulum gehören dieser Gattung drei überkommene Präludien an, die sich bereits unverkennbar zur neueren französischen Schule bekennen, und schließlich eine meisterhafte Fantasie von Francesco da Milano, deren Aufnahme in das Manuskript beweist, dass auch anspruchsvolle kunstgerechte Musik bei den Prager Lautenisten beliebt war und gepflegt wurde.

(Dieser Text basiert auf Jiří Tichotas Vorwort zu der Ausgabe von Codex Jacobides.)


Performers

Bettina Pahn

Photo.
Joachim Held — Bettina Pahn.

Bettina Pahn was born in Erfurt. She studied initially violoncello and continued studying singing at the Music Academy “Hanns Eisler” in Berlin und in Frankfurt with Elsa Cavelti. Since June 2012 she is trained by the internationally renowned Dutch vocal coach Margreet Honig. Her agile lyrical soprano voice soon arose interest from various conductors within the genres oratory, early music and Lied.

The German soprano established herself as a leading singer for historically informed performances through concerts and recordings with Ton Koopman, through concerts at important venues such as the Carnegie Hall in New York and the Concertgebouw in Amsterdam, and through guest performances at the Händel Festival in Göttingen and at the Schleswig-Holstein Music Festival. So far four volumes of CDs with Ton Koopman have been released, devoted to the music of Dieterich Buxtehude. The second volume Opera Omnia VII – Volume 3 was awarded the Echo-Klassik 2009 reward. Between 2012 and 2014, she recorded numerous solo cantatas by Buxtehude under the direction of Ton Koopman.

Bettina Pahn sang also under the direction of, for instance, Frieder Bernius, Pierre Cao, Peter Rundel and Patrick Peire.

Bettina has a long-standing successful cooperation with her duo partner, the Echo laureate Joachim Held (lute). The duo performed with great applause at the Händel Festival in Göttingen in 2007, at the Schwetzinger Festspiele in June 2008, and at the Schleswig-Holstein Festival in August 2009. Together with the Ensemble Sarband the performed at the Händel Festival in Halle in 2011. Their first CD, comprising German folk songs, was released by Hänssler in the autumn 2007, and in July 2009 followed the CD Stille Nacht (Silent Night) with old German Christmas songs. In July 2011 they followed an invitation to the Innsbrucker Festwochen für Alte Musik. For 2015 they are invited to the Itinéraire Baroque festival in Périgord.

In September 2014 Bettina Pahn and Tini Mathot (pianoforte) recorded a CD for the label Naxos with songs the of the second generation of the Berlin “Liederschule”. In 2015 she recorded Carl Philipp Emanuel Bach’s secular songs for Naxos. In 2020 and 2021 she will record a CD with Telemann cantatas and chamber music, as well as a CD with compositions by Fanny Hensel and Clara Schumann for Hänssler Classic.

Joachim Held

Joachim Held was born in Hamburg. He received his musical education at the Schola Cantorum Basiliensis as a student of Eugen Dombois and Hopkinson Smith, graduating with a “Diploma of Period Music” in 1988. From 1988–1990 he studied with Jürgen Hübscher at the Musik­hochschule Karlsruhe, graduating with a “Künstlerische Abschluss­prüfung”. In 1990 he was awarded the second prize at the Concours Musica Antiqua of the Flandern Festival in Brügge, marking the beginning of an an intensive international concert activity as soloist, chamber musician and continuo player.

Since 1993 (L’incoronazione di Poppea in the Salzburg Festival) Joachim Held performed regularly under the direction of Nikolaus Harnoncourt. Under Harnoncourt he also participated in the production of Henry Purcell’s King Arthur at the Salzburg Festival.

Since 1992 Joachim Held appeared with Il Giardino Armonico (Milan) in numerous concerts and on recordings (amongst others on the Vivaldi Album with Cecialia Bartoli for Decca). Since 2005 Joachim Held’s solo-CDs are released world-wide by Hänssler Classic. That year appeared the Schele Manuskript Hamburg 1619 CD (co-produced with the Swiss Radio DRS2 Zurich) and the Erfreuliche Lautenlust with music by Austrian composers for the Baroque lute. This CD was awarded the “Echo Klassik 2006” for the best solo recording of music from the 17th/18th centuries. In 2006 the CD German Lute Music of the Baroque was released by Hänssler Classic in cooperation with Deutschlandfunk Köln. In 2007 followed Che Soavita, Italian lute music of the Baroque, and in June 2008 Musique pour le roi, French lute musique of the Baroque. In 2010 he devoted the CD Merry Melancholy to the music of the time of John Dowland. In 2013 his CD with the lute music of Johann Sebastian Bach was released, in 2017 with the early compositions of Silvius Leopold Weiss, and in 2019 a CD with Polish lute music of the renaissance.

As a soloist Joachim Held appeared amongst others at the Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, at the International Bach Festival Schaffhausen, the Schwetzinger Festspiele, the Bachfesttage in Köthen, the Concerti a San Maurizio in Milan, the Early Music Forum Budapest, the Hausmusik concert series of the ORF Vienna, the Lute Society London, the Schleswig-Holstein Music Festival, the Bachwoche Ansbach and the Händel festivals in Halle an der Saale and in Göttingen.

Since September 2007, Joachim teaches at the Royal Conservatory in The Hague; since 2010, he is Professor for Historical Lute Instruments at the Hochschule für Künste in Bremen.

Marta Kratochvílová

Photo.
Marta Kratochvílová — Jan Čižmář.

Marta Kratochvílová studied flute at the Conservatory in Pardubice and then at the Janáček Academy of Performing Arts in Brno. In 2000 began her studies in France at the Conservatoire National de Région de Strasbourg, where she specialized on baroque and renaissance flute with Jean-François Alizon and Nancy Hadden, and chamber music with Martin Gester and Patrick Blanc. She participated in masterclasses and workshops by prominent figures such as Paul McCreesh, Barthold Kuijken, Jan Latham-Koenig and Sir Neville Marriner. In France she played baroque and renaissance flute intensively in the ensembles Le Parlement de Musique, Bohemia Duo and NotaBene. At renaissance workshops (Ferrara, Munich, Stuttgart, Basel) she performed regularly with the Consort of traverso players from Strasbourg.

Since 2010 she lives in the Czech Republic while performing regularly throughout Europe. She realizes primarily chamber and solo projects with artists such as Christophe Coin, Jan Čižmář, Karel Fleischlinger, Joel Frederiksen, Martin Jakubíček, Petr Kolař, Ján Krigovský, Marcin Świątkiewicz, Marc Vonau, Petr Wagner, and with the ensembles {oh!} Orkiestra Historyczna as well as Plaisirs de Musique, of which she is a founding member. She is also artistic leader of the renaissance flute consort Tourdion.

As a teacher with many years of experience she is invited to presentations and masterclasses throughout Europe; she teaches also privately baroque and renaissance traverso playing and historical interpretation.

Supraphon
CD: Codex Jacobides, Praga circa 1600.

Jan Čižmář

Jan Čižmář is a versatile performer focusing on historical plucked instruments. He performs regularly in Europe, Asia and the USA with ensembles such as Royal Concertgebouw Orchestra, Orchestra of the Age of Enlightenment, Orchestra of the Eighteenth Century, Rotterdam Philharmonic Orchestra, Capella Cracoviensis and {oh!} Orkiestra Historyczna, and under conductors such as Frans Brüggen, Christopher Hogwood, Giovanni Antonini, Yannick Nézet–Séguin and Christina Pluhar. He appears also as soloist with of baroque and renaissance repertoire, and is the artistic leader of the ensemble Plaisirs de Musique.

After graduation in guitar and musicology in his native Brno he studied at the Royal College of Music in London, where he began playing the lute in the class of Jakob Lindberg. He continued his studies at the Royal Conservatory of The Hague with the teachers Nigel North, Joachim Held, Mike Fentross and Christina Pluhar.

He was the founder and editor of the Czech guitar magazine Kytara and contributes regularly to other musical periodicals. He is also intensely involved with publishing and research activities in the field of early music.

Jan Čižmář taught lute and related instruments at the Karol Szymanowski Academy of Music in Katowice in Poland; currently he is teaching at the Janáček Academy of Music and Performing Arts (JAMU) in Brno, the Academy of Ancient Music at Masaryk University in Brno, and as a guest teacher at the Fryderyk Chopin University of Music in Warsaw. He regularly gives courses and masterclasses in Europe and overseas.

In 2020, his first solo CD was released with Supraphon, dedicated to Codex Jacobides.


Thank you

The concert takes place with financial support from the Česko-německý fond budoucnosti, the Ministry of Culture of the Czech Republic and the Statutory City of Brno.

Česko-německý fond budoucnosti Logo of Ministry of Culture Logo Statutárního města Brna Archeologický ústav AV ČR v Brně National museum Česká loutnová společnost