Musikalische Leckerbissen

— Konzertreihe alter Musik —

250 Kč / 150 Kč / 90 Kč

Adventskonzert

Iva Bittová mit einem Programm barocker und traditioneller Werke wie Le Rugiade (Tautropfen), Rosu dejte (Träufelt, ihr Himmel) usw.

Freitag 3. Dezember 2021 20:00 — Maria-Himmelfahrt-Basilika, Mendlovo náměstí 1, 603 00  Brünn (Brno), Tschechische Republik. (Barrierefreier Zugang)  (Veranstaltung auf Facebook)

Gemälde.
Es gelten die gesetzlichen Maßnahmen gegen Covid-19 (FFP2-Maske und Impfnachweis oder Nachweis einer Genesung in den letzten 180 Tagen).

Geändertes Programm, geänderte Besetzung!

Veranstaltet von Plaisirs de Musique e.V. in Zusammenarbeit mit Hospiz St. Elisabeth gUG.

Programm

Gregorianischer Choral Pax vitae
Biagio Marini (1594 – 1663) Le Rugiade
Aschkenasisch Co je to déšť?
Vladimír Godár (*1956) Ecce puer   (aus dem Oratorium Mater)
Bellerofonte Castaldi (1580 – 1649) Tasteggio de soare
Tarquinio Merula (1595 – 1665) Canzonetta spirituale
Giovanni Girolamo Kapsperger (c. 1580 – 1651) Arpeggiata
Henry Purcell (1659? – 1695) When I am laid (Dido’s lament)   (Dido and Aeneas, Z. 626)
Armenisches Volkslied Měsíční svit
Volkslied aus Kentucky I wonder as I wonder
Irisches Volkslied She’s like a swallow
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Charles Gounod (1818 – 1893)
Præludium C-Dur   (BWV 846)
Ave Maria
Adam Michna z Otradovic (c. 1600 – 1676) Rosu dejte, ó nebesa
John Lennon (1940 – 1980) Good night   (The Beatles, 1968)

Ausführende

Foto: Iva Bittová.

Iva Bittová

Iva Bittová wurde in 1958 in Bruntál (Freudenthal) in Nordmähren geboren, damals in der Tschechoslowakei, heute in Tschechien. Sie besuchte die örtliche Musikschule und widmete sich der Violine und dem Ballett. Danach folgte das Studium in Musik und Schauspiel am Brünner Konservatorium, das sie mit einem Diplom beendete. Während ihres Studiums nahm Iva im Brünner Experimentaltheater Husa na provázku (Gans an der Schnur) Engagements als Schauspielerin und Musikerin an. Sie betrachtet diese Engagements als einige der prägendsten und einflussreichsten ihres Lebens. In dieser Zeit trat sie auch als Schauspielerin im Radio, Fernsehen und bei Filmproduktionen auf.

Nach 17 Jahre Leben auf dem Lande in der Nähe von Brünn entschied Iva sich, ihr persönliches und berufliches Leben in die Vereinigten Staaten zu verlagern. Im Sommer 2007 ließ sie sich inmitten der prächtigen Natur im Norden des Staates New York nieder.

Iva Bittová hat viele musikalische Genres besucht, von Alternativmusik bis zu Jazz, Rock und Klassik, darunter Oper (als W. A. Mozarts Donna Elvira). Sie sucht immer nach einem Namen für ihre musikalische Sprache, die für Viele komplett originell erscheint.

Die Geige wurde eine treibende Kraft und wichtige Richtlinie für ihren Lebensweg. Während der Arbeit im Theater setzte sie ihre Zusammenarbeit mit Professor Rudolf Šťastný, Primarius des Mährischen Quartetts, fort. Diese Privatstunden finden immer noch statt. Nach fast dreißig Jahren Musikkarriere fand sie viel neue Inspiration bei dem Studium an der Akademie für Alte Musik beim Musikwissenschaftlichen Institut der Masaryk-Universität in Brünn, die ihr im Jahr 2015 den Bachelor-Grad verlieh. Dank der theoretischen Kenntnisse und der praktischen Unterricht in Barockgesang und Barockvioline kann sie zu den Wurzeln des musikalischen Stils zurückkehren, zu dem Repertoire, das heute „Alte Musik“ genannt wird. In Zusammenarbeit mit Jan Čižmár konzipierte sie das Kammermusikprogramm Se cerca, se dice (Geige, Gesang, Theorbe, Laute, Cembalo) und das Programm mit Lautenbegleitung Le Rugiade.

Foto: Jan Čižmář.

Jan Čižmář

Jan Čižmář ist ein vielseitiger Interpret mit Spezialgebiet historische Zupfinstrumente. Er tritt regelmäßig in Europa, Asien und den USA auf, u. a. mit dem Concertgebouw-Orchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, Orchester des 18. Jahrhunderts, Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Capella Cracoviensis und dem {oh!} Orkiestra Historyczna, sowie unter Dirigenten wie Frans Brüggen, Christopher Hogwood, Giovanni Antonini, Yannick Nézet–Séguin und Christina Pluhar. Er gibt auch Solokonzerte mit Barock- und Renaissancemusik und ist künstlerischer Leiter des Ensemble Plaisirs de Musique.

Nach dem Studium der Gitarre und Musikwissenschaften in seiner Geburtsstadt Brünn studierte er bei Jakob Lindberg an der Royal College of Music in London, wo er begann die Laute zu spielen. Danach studierte er am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Nigel North, Joachim Held, Mike Fentross and Christina Pluhar. Er gründete und war Herausgeber der tschechischen Zeitschrift Kytara (Die Gitarre) und schreibt regelmäßig für andere Musikzeitschriften. Er ist auch intensiv mit Verlags- und Forschungs­aktivitäten im Bereich der Alten Musik beschäftigt. In 2010 gründete er die Hudební lahůdky (Musikalische Leckerbissen), deren künstlerischer Direktor er ist.

Jan Čižmář unterrichtet derzeit Laute und verwandte Instrumente an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, der Karol-Szymanowski-Musikakademie in Katowice (Polen), der Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brünn, dem Konservatorium in Budweis (České Budějovice) und der Vítězslava-Kapralová-Musikschule in Brünn; pädagogisch war er auch an der Akademie für Alte Musik der Masaryk-Universität in Brünn tätig. Er gibt regelmäßig Kurse und Meisterklassen in Europa und in Übersee.

Er tritt auf einige Dutzende CDs auf; in 2020 erschien bei Supraphon seine erste Solo-CD, die der Musik des Codex Jacobides gewidmet ist.


Wir danken

Das Konzert findet mit finanzieller Unterstützung des tschechischen Kultusministeriums und der Statutarstadt Brünn (Brno) statt.

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